Über mich

Noch besser

Wer ich bin? Um ehrlich zu sein, bin ich selbst noch auf der Suche danach, wer ich bin und was mein Platz in der Welt ist. Da die Frage in diesem Kontext aber weniger philosophisch beantwortet werden will, sondern vielmehr persönlich, fang ich bei ein paar unverfänglichen Eckdaten an.

Ich bin 24 Jahre alt und momentan wohnhaft im schönen Gelsenkirchen, was freilich kein Witz sein soll, auch wenn Gelsenkirchen, laut einer ZDF-Studie von 2018, die Stadt mit der schlechtesten Lebensqualität bundesweit sein soll – glorreicher 401. Platz von 401. Gebürtig komme ich aus jener Stadt, die Platz 398 attestiert bekommen hat: Oberhausen. Ausgewandert nach Gelsenkirchen bin ich – eher wir: Meine intelligente, humorvolle und putzwahnsinnige Frau und ich – aufgrund unseres Mitwirkens im Gemeindegründungsprojekt: Kirche62 – einer pfingstlich-charismatischen Freikirche. Aufgewachsen in einem religiösen Kontext, war Gemeinde und der Gottesglaube schon immer ein Teil meines Lebens, auch während meiner jugendlichen säkularen Ausflüge und Ekstasen. Eine dritte wichtige Stadt für mich ist Essen. Dort studiere ich nämlich seit 2 Jahren Theologie beim IGW. Böse Zungen mögen ja behaupten, als Studierender einer Geisteswissenschaft, allen voran der Theologie, hat man kein Plan vom wirklichen Leben. Ob dem wirklich so ist? Sagen wir mal so: Mancher Vertreter aus eigener Reihe sorgt gewiss nicht dafür, dass Vorurteile abgebaut werden. Zu meiner persönlichen Verteidigung kann ich nur sagen, bevor ich angefangen habe zu studieren, habe ich eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel absolviert und noch ein weiteres Jahr in diesem Beruf gearbeitet.

Nachdem ganzen Geschwafel – eine Tugend, welche man wie keine andere beim Theologiestudium frönt – kommen wir aber mal zum Wesentlichen: Warum gibt es diesen Blog und was ist mein Anliegen?

In erster Line gibt es diesen Blog aufgrund der Anregung meiner bezaubernden Frau. Sie ermutigte mich dieses Medium zu nutzen, um meine Gedanken, welche mitunter auch mal geistreich sein können, mit anderen, also dir, zu teilen. Gedanklich bewege ich mich gerne im theologischen, wie auch philosophischen Bereich. In diesem Spektrum werden die Blogartikel angesiedelt sein. Da dieser ganze Blog der Freizeitbeschäftigung eines Theologen im Werden entspringt und ich auch nicht beabsichtige mit den Inhalten eine akademische Auszeichnung zu erlangen, sei dessen laienhafter Charakter und die amateurhafte Abhandlung von Thematiken entschuldigt.

Mein oberstes Anliegen für diesen Blog ist aufzuzeigen, dass Glaube nicht bedeutet, sein Gehirn auszuschalten. Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter davon, den Glauben und seinen Inhalt auch intellektuell, verstandsmäßig, rational zu ergründen. Wenn jemand der Meinung ist, Glaube sei nur etwas für Zurückgebliebene oder Minderintelligente, ist er bei mir genau an der richtigen Adresse. Gerne bin ich dazu bereit, Rede und Antwort zu stehen, wo Rechenschaft über die Vernünftigkeit meines Glaubens eingefordert wird, jedoch nur auf Basis von logischer Argumentation und respektvollen Ton.

Zu zeigen, dass der Gottesglaube nicht einher geht mit geistiger Abstinenz, hat dieser Blog zum Ziel. Ich würde mich freuen, wenn du als Leser, trotz mancher berechtigten kognitiven Dissonanz, dem Gottesdanken eine echte Chance gibst und ihn nicht prinzipiell als Hirngespenst ablehnst. Ich bin überzeugt davon, nicht bloß emotional, sondern durchaus auch rational: Es gibt einen Gott, der dich geschaffen hat und der ein persönliches Interesse an dir hat. Und mein größter Wunsch ist, dass du diesen Gott kennenlernst. Mir ist bewusst, dass dies in letzter Instanz keine Frage reiner Argumente ist. Argumente können zwar verstandesmässige Barrieren abbauen und eine Auseinandersetzung mit dem Gottesgedanken ermöglichen, aber am Ende wird die Glaubensfrage in deinem Herzen entschieden. So hoffe ich zuallererst, dass Gott dein Herz erreicht. Amen (= Ja, so sei es)!